Eine feste Burg ist die Kirche St. Agnes – und bald hat sie junge Kunst im Bauch

By | 14. Oktober 2013

Brutalismus. Das klingt verdammt hart. Mit Härte hat diese Stilrichtung tatsächlich viel zu tun, mit Stein, Beton und dem Mut zur Kante. Die Kirche St. Agnes in Kreuzberg ist vielleicht die brutalistischste aller Berliner Kirchen, haut einem ihren massiven Turm ungehemmt ins Blickfeld. Aber brutal ist das, was daraus entsteht, trotzdem nicht. Das Licht kommt weich von der Seite in den Kirchenraum geschlichen, dessen Weite und Farbigkeit fast behutsam mit dem Besucher umgehen. Deswegen spricht Arno Brandlhuber von „brutiful architecture“ statt brutalistischer Architektur, und das trifft den Kern der Sache.

St. Agnes ist denkmalgeschützt, wird aber nicht mehr als Kirche genutzt. Vor zwei Jahren kaufte eine Immobiliengesellschaft den Bau von Werner Düttmann. Jetzt wird umgebaut. Der Galerist Johann König hat sich eingepachtet und das Büro Arno Brandlhuber mit einem Umbau zum Ausstellungsort beauftragt. Ein Video von eNtR Berlin auf YouTube zeigt den Bau und die Kreativen vor Ort:

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