Category Archives: Relikt

Nicht mehr neu und immer noch aktuell

Die Kirche St. Agnes in Kreuzberg – das It-Girl unter den Berliner Sakralbauten

Fünf Milliönchen (Morgenpost, 2. Mai 2015) statt der ursprünglich geplanten drei hat der Sanierungsumbau gekostet. Nicht zwei, sondern vier Jahre hat er gedauert. Doch am Ende, das nun zum Anfang wird, sind alle Beteiligten zufrieden: Im Mai 2015 ist das Facelifting abgeschlossen, der Eingriff geglückt. Die Kirche St. Agnes, 1967 radikal nachkriegsmodern von Werner Düttmann… Read More »

Adé, weißer Riese am Alexanderplatz – das Haus der Statistik soll verschwinden

Achtung, dieses Gebäude gibt es nicht mehr. Also bald. Eigentlich sollte es schon längst abgerissen worden sein, denn der Beschluss hierzu existiert seit 2010. Der Alexanderplatz selbst ist längst nicht mehr, was er im sozialistischen Ostberlin war, aber drum herum ist noch einiges vom alten Ensemble erhalten: das Haus des Lehrers, das Haus des Reisens,… Read More »

Die Besonderheit des Alltäglichen – eine DDR-Museumswohnung in Hellersdorf

So viel Zeit ist gar nicht vergangen. Die Platte in Hellersdorf stammt von 1986, und trotzdem kann man in ihrer Museumswohung ein Land besichtigen, das es nicht mehr gibt. Immer sonntags zwischen 14 und 16 Uhr öffnet dort jemand die Tür im ersten Stock, wenn man auf den Klingelknopf drückt. Schon der Geruch ist ungewohnt,… Read More »

Zimmermeister Brunzel baute ein Haus – vor 117 Jahren in der Dunckerstraße

Zimmermeister Brunzel war kein dummer Mann. Er wusste, dass Berlins Bevölkerung nichts dringender brauchte als Wohnraum, als er sich 1895 entschloss, zur Absicherung seiner Rente im Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg eine Mietskaserne zu bauen. Und das tat er dann auch. Um die Vorstellungskraft etwas zu beflügeln: 1871, als Berlin Reichshauptstadt wurde, lebte etwa eine Million Menschen hier.… Read More »

Die Moderne im Alltagsgewand – Bruno Tauts Typenhäuser in Mahlsdorf

Bruno Taut steht in Berlin für Siedlungsbau in Weltkulturerbe-Qualität. Vier der sechs Siedlungen der Moderne in Berlin, darunter die Hufeneisensiedlung, hat er entworfen. Er hat aber nicht nur ganz groß gebaut, sondern auch ganz klein. In Mahlsdorf gibt es eine Streusiedlung mit Typenhäusern, die nach seinen Entwürfen zwischen 1924 und 1931 entstand. Das Schicksal und… Read More »

Noch bis Sonntag offen: die Räume einer alten Eisenwarenhandlung in der Wallstraße

Der Raum ist riesig. Und irgendwie ein Hybrid. Denn was man von außen sieht, nämlich Gründerzeit, ist drinnen nicht eins zu eins wiederzufinden. Stattdessen trifft man auf eine eindrucksvolle Mischung aus Wohnzimmer und Bahnhof, Holzdielen und Gusseisen in Form von Stützen, Treppen und Geländern. Als Wohn- und Geschäftsbau war die Wallstraße 85 schon zu Beginn… Read More »

Mary Poppins‘ fleißige Schwestern – auf den Fassadenreliefs von Roch und Feuerhahn

Zugegen, der Vergleich mit Mary Poppins hinkt ein bisschen. Das Buch mit dem magisch begabten Kindermädchen erschien erstmals 1934, also zwanzig Jahre nach der Erbauung der Brandenburgischen Hebammenlehranstalt und Frauenklinik nach Entwürfen Theodor Goeckes im Mariendorfer Weg. Und doch haben auch die farbig glasierten Reliefs von Roch und Feuerhahn an dem denkmalgeschützten Bau in Neukölln… Read More »

Ton, Steine, Scherben weg – die Frauenklinikruine in Neukölln wird zur Wohnanlage

Sie fällt auf, auch als Ruine. Die ehemalige Brandenburgische Hebammenlehranstalt und Frauenklinik. Wer mit dem Bus 277 von der Hermannstraße Richtung Marienfelde, Stadtrandsieldung fährt, kann sie leicht an der aufwändig mit bunten Keramikreliefs verzierten Fassade erkennen. 2007 verkaufte das Vivantes-Klinikum die Immobilie an Harvard Investments SA, deren Vetreter in Deutschland laut TAZ Comer Immobilienmanagement sind.… Read More »

Symbiose – wie die Weddinger Gerichtshöfe von der Kunststätte zum Kunstwerk wurden

Kunst am Bau, davon hat fast jeder schon einmal gehört. Bund und Länder sind als Bauherren verpflichtet, einen gewissen Prozentsatz der Baukosten auf bildende Kunst zu verwenden. Das heißt: kostet ein Gebäude eine Million Euro, dann ist hier Kunst im Wert 10.000 Euro zu integrieren.  Die Gesobau, Inhaber der Gerichtshöfe in Wedding, müsste sich, wären… Read More »